Peter Kneffel/dpa
Münchner Brennpunkt 15.01.2025

Neue Verbote im Alten Botanischen Garten

München hat die Sicherheitsmaßnahmen im Alten Botanischen Garten weiter verschärft. Von heute an gelten dort neue Regeln. Das Mitführen und der Konsum von Cannabis und Alkohol sind dort nun ebenso verboten wie das Tragen von Waffen und Messern. Der Münchner Stadtrat hatte die Änderungen am 18. Dezember 2024 beschlossen, sie gilt zunächst für zwei Jahre. 

Polizei und der Kommunale Außendienst sollen kontrollieren, ob die neuen Verbote eingehalten werden. Ist das nicht der Fall, drohen Bußgelder und Betretungsverbote. Wer gegen das Waffen- und Messerverbot verstößt, muss demnach mit einer Gebühr von 500 Euro rechnen. Ein Verstoß gegen das Cannabis- und Alkoholverbot wird mit einem Bußgeld zwischen 75 und 500 Euro geahndet.

Stadt und Polizei gründeten Task-Force 

Zuletzt war der Alte Botanische Garten in die Schlagzeilen geraten, weil dort Anfang Oktober ein 57-Jähriger zusammengeschlagen worden war und kurz darauf im Krankenhaus starb. Bei der Obduktion stellte sich allerdings heraus, dass nicht wie zunächst angenommen die Verletzungen ursächlich dafür waren, sondern ein Herzinfarkt.

Schon vor Monaten hatten Polizei und Stadt eine Task-Force gegründet und den Park, der als Drogenumschlagplatz gilt, verschärften Sicherheitsmaßnahmen unterzogen. Der Alte Botanische Garten wird schon seit mehreren Monaten videoüberwacht und Streetworker sind dort im Einsatz. Die Polizeipräsenz wurde verstärkt, Büsche entfernt, die Tischtennisplatten und Bänke, auf denen Dealer sich gern ausruhten, abgebaut. In Zukunft sollen dort eine Skate-Anlage und ein Streetballfeld entstehen.

Quelle: dpa

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